Udruga Partnerstvo s Trogirom

30. Oktober 2016 - Aktuelles aus Trogir

Schon vor zehn Jahren hat sich Kroatien im Rahmen der EU verpflichtet, keine Bauprodukte aus Asbest mehr herzustellen oder auf den Markt zu bringen. Nichtsdestotrotz ist der Krebserreger Asbest noch sehr oft als Dach vieler Häuser zu finden. Vor vier Jahren gründeten umwelt- und gesundheitsbewusste Bürger auf der Insel Krk den Verein „Moj otok iz Punta“ und stellten es sich als Lebensaufgabe, die Bürger Kroatiens aufzuklären und diesen lebensgefährlichen Baustoff aus den Häusern zu verbannen. Teilweise werden sie vom kroatischen Umweltministerium in Zagreb unterstützt. Es wird aber auch jeder Bürger unterstützt, der sich entschließt, Asbest aus den eigenen vier Wänden zu entfernen. So wurde im Oktober in Trogir eine Veranstaltung durchgeführt, bei der die Bürger Trogirs wichtige Hinweise erhielten, wo und wie sie staatliche Subventionen beantragen können. Laut Veranstalter wurden in Kroatien in den letzten sechs Jahren über 144 Mio. Kuna vom Staat an private Haushalte gezahlt und damit über 37 000 Dächer und Fassaden saniert. Besonders aktiv sind derzeit Dubrovnik und Umgebung.

Im Oktober fand in Trogir ein wichtiges Symposium statt: SORTA 2016. Bei diesem regelmäßig stattfindenden Symposium geht es um Schiffbau, Werftbetrieb und die Symbiose von Theorie und Praxis. Neben dem Generaldirektor der Trogirer Werft Nenad Končar und dem Dekan der Hochschule für Maschinen- und Schiffsbau Zagreb haben an diesem bereits seit 40 Jahren im wieder veranstaltetem Zusammentreffen viele Fachleute aus Kroatien und der ganzen Welt teilgenommen. Es wurden nicht nur gut laufende Projekte analysiert und gewürdigt, sondern auch die aktuelle Wirtschaftslage, Trends und Entwicklungen innerhalb dieser Branche diskutiert und zukunftsorientiert geplant. Nennenswert war auch die Rede des zweiten Trogirer Bürgermeisters Radovan Slade – Šilović. Er betonte die Wichtigkeit des Arbeitsplatzes Werft für viele Menschen in Trogir. Ohne diesen Arbeitgeber würde in Trogir eine reine „Arbeitsplatz-Monokultur“ im Bereich Tourismus herrschen.

Dass Trogirs bekanntester Sänger, die „Trogirer Nachtigall“ Vinko Coce, bereits vor drei Jahren verstarb, ist allen bekannt. Aber dass dieses Jahr im Oktober an seinem Todestag ein ganzer Bus mit Verehrern aus Slowenien in Trogir eintraf, war dann doch eine große Überraschung. Sie besuchten sein Grab, machten eine Stadtrundfahrt und kehrten zum Schluss in die Gaststätte seines Bruders Duje Coce ein, der überwältigt war von dieser Aktion der Coce Musikliebhaber aus Slowenien.

Fast jeden Tag kann man irgendwo lesen: Heute ist der internationale Tag diesen oder jenes… So wurde im Oktober an der Trogirer Grundschule Petar Berislavic der “Internationale Tag des Wanderns“ mit der Aktion „Zwei Runden um Trogir“ gewürdigt. Schüler, Lehrer und Eltern wollten mit dieser Aktion ein Zeichen setzen, dass zu Fuß gehen gesund ist und für die Umwelt schonender. Was den ganzen Einsatz deutlich aufwertete war die Tatsache, dass an diesem Tag die Sonne nicht durchgehend schien und es teilweise sogar regnete, was normalerweise für viele Dalmatiner Grund genug ist, geplante Aktivitäten zu verschieben und erst einmal zu Hause zu bleiben…

Branka Schröder

Partnerschaft mit Trogir e.V.

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