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6. Januar 2016 - Aktuelles aus Trogir

Trogir wie auch ganz Dalmatien sind schon immer stolz auf das milde Winterwetter gewesen, aber dieses Jahr waren die Temperaturen im Dezember sogar den ältesten Bewohnern ziemlich suspekt. Regen kam nicht, der kalte Nordwind Bora kam nicht, die Natur spielte verrückt. Die Temperaturen, die oft bis auf 20 Grad stiegen, verleiteten die Menschen, draußen zu sitzen und zu verweilen. So herrschte im Dezember ein richtiges Frühlingsambiente. Nichtsdestotrotz war den Einwohnern Trogirs schon bewusst, dass Weihnachten vor der Tür stand und dass die eine oder andere Vorbereitung für die bevorstehenden Feiertage noch stattfinden musste. So konnte die immer weiter wachsende Zahl von Wintertouristen beobachten, wie die Stadt immer weihnachtlicher und festlicher wurde.

Und bevor es richtig besinnlich wurde, debattierten im Dezember Bürgermeister Stipčić und seine HDZ heftig mit der Opposition in der letzten Stadtratssitzung des Jahres. Die Meinungen gingen weit auseinander, egal ob es um den Haushalt für 2016, die Mülldeponie im benachbarten Ort Plano oder um die Bepflanzung des Altstadteingangs am Nordtor ging. Viel Unmut brachte auch die Diskussion über die Burg „Kamerlengo“, die in die Zuständigkeit der „Pučko otvoreno učilište“ (vergleichbar mit der vhs in Deutschland) fällt. Nicht nur Ausstattung und Erhaltung des für Trogir so wichtigen Gebäudes, sondern auch die aktuellen Einnahmen durch Eintrittsgelder sind unzureichend. Viele touristische Internetportale weisen auf den miserablen Zustand der Burg hin. Diese Problematik ist dem Bürgermeister wohl bekannt; so will er mit dem Direktor von „Pučko otvoreno učilište“, Nenad Belas, gleich im neuen Jahr die bestehenden Probleme angehen.

Im Dezember wurden Arbeiten an Elektrizitätskästen und Straßenlaternen an der Stadtpromenade Riva für rund 4.000 Euro durchgeführt. Die Elektrokästen waren teilweise so kaputt, dass sie eine Gefahr für Fußgänger darstellten. Auch müssen immer wieder die neuesten weltweiten Standards berücksichtigt werden, da im Sommer viele Jachten und Boote mit neuester Technologie in Trogir ankern. „Bei den Straßenlaternen, die mit ihren wunderschönen runden Lampenschirmen die Riva schmücken, können kaputte Schirme nicht ohne weiteres ersetzt werden, weil es die Herstellerfirma nicht mehr gibt“, verrät uns der zuständige Techniker Jure Brkan.

Noch eine Sache müssen wir im Dezember erwähnen: Kroate und Stockfisch! Am Tage vor Weihnachten wird überall in Kroatien Stockfisch gegessen. Der keulenartige, steif getrocknete Stockfisch wird von kroatischen Hausfrauen gekonnt zubereitet. An sich wäre daran nichts Besonderes, wenn sich nicht durch die Zubereitung des Fisches  ein so eindringlicher und spezifischer Geruch entfalten würde, der sich durch alle Gassen, Häuser und Kleider zieht. Der einzige Zufluchtsort an diesem Tage ist die Kirche, wo man eingehüllt von Weihrauch besinnlich auf das Christkind schauen kann. Ach ja, dann singen sie auch, die Kroaten, und man hat die Sache mit dem Stockfisch schon längst vergessen…

Branka Schröder

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